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Erste Hilfestellung zur Umsetzung der DSGVO veröffentlicht


Fast vier Monate nach Inkrafttreten wird den Betroffen mit dem Standard-Datenschutzmodell (SDM) eine erste Hilfestellung zur Umsetzung der DSGVO an die Hand gegeben. Das hätten sich viele Unternehmer gewiss schon früher erhofft. Besser später als nie.

DSGVO: Erste konkrete Referenzmaßnahmen für die Umsetzung

Die Datenschutzaufseher haben erste technische und organisatorische DSGVO-Referenzmaßnahmen veröffentlicht. Sie sollen von den Anwendern getestet werden.

Was die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) konkret für bestimmte Vorgänge bedeutet, soll ein Katalog der Datenschutzaufsichtsbehörden erklären. Der wird technische und organisatorische Referenzmaßnahmen etwa fürs Datenschutzmanagement, das Protokollieren oder Löschen von Daten ausbuchstabieren. Nun wurden die ersten Bausteine vom zuständigen Arbeitskreis Technik veröffentlicht, der in der Landesdatenschutzaufsicht Mecklenburg-Vorpommern seinen Sitz hat.

Die einzelnen Teile beziehen sich auf wesentliche Tätigkeiten wie das Datenschutzmanagement, die Planung und Spezifikation, die Dokumentation und Protokollierung, sowie die Trennung, die Löschung und die Aufbewahrung.

Erster Teil zur Diskussion freigegeben

Damit wird etwa das erste Drittel der geplanten Bausteine zur öffentlichen Diskussion freigegeben. Sie sollen jetzt erprobt und dann gegebenenfalls überarbeitet werden. Die Autoren weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Bausteine noch nicht in der Datenschutzkonferenz abgestimmt worden sind. Anwender sollten ihnen daher ihre Erfahrungen bei der Erprobung der Bausteine mitteilen und so an der Weiterentwicklung von Methode und Maßnahmen beitragen.

Zuletzt waren an den Arbeiten Mitarbeiter der Landesdatenschutzbehörden Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein sowie des Beauftragten für den Datenschutz der Evangelischen Kirche in Deutschland beteiligt.

Mit dem Standard-Datenschutzmodell (SDM) wird eine Methode zur Verfügung gestellt, mit der Verantwortliche und Aufsichtsbehörden bei der Entwicklung, beim Betrieb und bei der Prüfung von Datenverarbeitungen beurteilen können, ob personenbezogene Daten datenschutzkonform verarbeitet werden. Derzeit wird das SDM von den deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden in seiner Erprobungsfassung evaluiert. Die SDM-Methodik wurde für erste Datenschutz-Folgenabschätzungen nach der DSGVO erprobt und soll dort gut funktionieren. Europaweit steht die Einigung der Datenschutzaufsichtsbehörden auf eine gemeinsame Prüfmethode noch aus.

Quelle: heise.de

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