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IVD kritisiert Grundsteuerreform


Laut IVD-Präsident Jürgen Michael Schick wäre das Südländer-Modell ein tragfähiger Ersatz für die derzeitige Grundsteuer.

Derzeitige Einheitsbewertung nicht mit Verfassung vereinbar
Vorschlag des Bundesrates würde zu lange brauchen und die Grundsteuer ständig erhöhen

Der IVD-Steuerexperte Hans-Joachim Beck warnte schon im Vorfeld der Verhandlung dringend davor, diesen Gesetzesvorschlag umzusetzen. „Durch die vorgeschlagenen Kostenwerte wäre eine ständige Erhöhung der Grundsteuer vorprogrammiert. Steigende Bodenwerte und Baupreise würden auch ohne Anhebung der Hebesätze zu einem stetigen Anstieg der Grundsteuer führen. Zwar könnten die Gemeinden insofern ‚gegensteuern‘, indem sie die Hebesätze entsprechend absenkten. Nach der bisherigen Erfahrung ist damit aber kaum zu rechnen. Seit 1990 ist der durchschnittliche Hebesatz für die Grundsteuer B in Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern von 300 auf 517 Prozent gestiegen“, so Beck.

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Aus Sicht des IVD bietet sich daher das sogenannte Äquivalenzzahlen–Modell an, das von den Ländern Bayern, Baden-Württemberg und Hessen entwickelt worden ist. „Bei dem Südländer-Modell“ ergibt sich die Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer aus den Flächen des Grundstücks und des Gebäudes. Die verschiedenen Nutzungsarten können durch unterschiedliche Multiplikatoren berücksichtigt werden. Ein solches Modell hätte außerdem den Vorteil, dass steigende Grundstückspreise und Baukosten nicht zu einem automatischen Anstieg der Grundsteuer führen würden“, so IVD-Präsident Jürgen Michael Schick.

Quelle: ivd.net