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LG Berlin: Der Wohnungsverwalter muss Mietrückstände dem Vermieter unverzüglich mitteilen


Ist ein Mieter mit den Mietzahlungen im Rückstand, muss der Wohnungsverwalter dies dem Vermieter unverzüglich mitteilen. Andernfalls macht er sich dem Vermieter gegenüber schadensersatzpflichtig. So urteilte das LG Berlin.

Hintergrund: Mietverwalter informiert Vermieter nicht über Verzug

Der Vermieter einer Eigentumswohnung verlangt vom Mietverwalter Schadensersatz wegen einer verspätet ausgesprochenen Kündigung.

Die Mieterin zahlte seit Januar 2014 keine Miete mehr. Mehrere Mahnungen des Verwalters blieben erfolglos. Im Februar 2015 kündigte der Verwalter den Mietvertrag wegen der Zahlungsrückstände schließlich fristlos. Wenige Tage später gab die Mieterin die Wohnung zurück. Über das Vermögen der Mieterin wurde sodann das Insolvenzverfahren eröffnet.

Der Vermieter hatte erst im November 2014 erfahren, dass die Mieterin mit den Mietzahlungen im Rückstand war. Er meint, der Verwalter hätte den Mietvertrag unverzüglich kündigen müssen, nachdem die Voraussetzungen für eine Kündigung vorgelegen haben. Dann wäre die Mieterin sofort ausgezogen und die Zahlungsrückstände wären nicht aufgelaufen. ...

Entscheidung: Verwalter schuldet Schadensersatz

Der Verwalter muss dem Vermieter Schadensersatz leisten, denn er hat es unterlassen, den Vermieter zeitnah vom Zahlungsverzug der Mieterin zu unterrichten und den Mietvertrag zu kündigen. Es reicht für eine ordnungsgemäße Verwaltung nicht aus, die Mietrückstände anzumahnen.

Quelle: haufe.de

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