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LG Frankenthal: Vorkaufsberechtigter muss bei geteilter Maklerprovision Käuferteil leisten


Wird ein Vorkaufsrecht ausgeübt, muss die zwischen Käufer und Verkäufer vereinbarte geteilte ortsübliche Maklerprovision vom Vorkaufberechtigten geleistet werden.

Makler- und Bauträgerrecht: Maklerprovision auch bei Ausübung eines Vorkaufsrechts

Teilen sich Verkäufer und Käufer im notariellen Kaufvertrag die ortsübliche Maklerprovision, so ist der Ausübende eines Vorkaufsrechts verpflichtet, den Käuferanteil zu übernehmen. Dies liegt darin begründet, dass es sich bei der Ausübung eines Vorkaufsrechts nicht um einen eigenständigen Vertrag handelt, der frei zwischen den Parteien ausgehandelt werden könnte, sondern um einen Vertrag mit den Konditionen des ursprünglichen Kaufvertrags. Die Maklerprovision in ortsüblicher Höhe fällt unter die Kosten des Grundstückserwerbs. Der Vorkaufsberechtigte soll gerade nicht zu günstigeren Konditionen erwerben können, als der Erstkäufer.

Quelle: bethge-legal.com

(LG Frankenthal, Urteil vom 28.12.2017 - 8 O 158/17)

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