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Studie: 2,7 Mio. neue Wohnungen durch Aufstockung


Nach einer Studie der TU Darmstadt und des Pestel-Instituts sind 2,7 Mio. Wohnungen durch Aufstockung und Umnutzung möglich.

Mit Aufstocken und Umnutzen 2,7 Millionen neue Wohnungen möglich

Ob auf Dächern von Wohnhäusern und Supermärkten oder in leerstehenden Büros: Durch Aufstockung und Umnutzung könnten bis zu 2,7 Millionen neue Wohnungen entstehen. Das ist das Ergebnis einer Studie von TU Darmstadt und Pestel-Institut. Neu daran ist vor allem die Größendimension.

Das Potenzial durch die Aufstockung von Wohngebäuden aus den 1950er bis 1990er Jahren hat die TU Darmstadt bereits im Jahr 2016 untersucht und kam damals auf bis zu 1,5 Millionen zusätzliche Wohnungen, die den angespannten Wohnungsmarkt vor allem in den Ballungsgebieten entspannen könnten.

Die aktuelle "Deutschlandstudie 2019: Wohnraumpotenziale in urbanen Lagen, Aufstockung und Umnutzung von Nichtwohngebäuden" wurde nun erweitert um Nichtwohngebäude, die demzufolge Potenzial für weitere 1,2 Millionen Wohnungen bieten:

  • 20.000 Wohneinheiten oder soziale Infrastruktur auf Parkhäusern der Innenstädte
  • 560.000 Wohnungen durch Aufstockung von Büro- und Verwaltungsgebäuden
  • 350.000 Wohneinheiten durch Umnutzung leerstehender Büro- und Verwaltungsgebäude
  • 400.000 Wohnungen auf den Dächern von eingeschossigem Einzelhandel, Discountern und Märkten, bei Erhalt der Verkaufsflächen

Insgesamt sprechen die Studienautoren also von 2,3 bis 2,7 Millionen neuen Wohnungen, die in Deutschland durch Aufstockung, Umnutzung und die Bebauung von sogenannten "Fehlflächen" entstehen könnten, ohne dass zusätzliches Bauland benötigt oder etwa Wasserleitungen verlegt werden müssten. Der Mangel an Bauland ist einer der wesentlichen Ursachen für den stockenden Wohnungsbau.

Die Sache klingt gut, doch sie hat einen Haken: Neben dem Problem mit Protesten von Anwohnern gegen eine Nachverdichtung, passen der Studie zufolge bislang vor allem die Rahmenbedingungen nicht, die ein solches Bauen ermöglichen würden.

Quelle: haufe.de